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Die Geschichte der Norwegischen
Waldkatze in der Schweiz
Im Februar 1983 veröffentlichte das
Katzenmagazin einen Bericht über eine „neue“
Katzenrasse, die Norwegische Waldkatze. Es gab
zu dieser Zeit noch keine Waldkatzen in der
Schweiz, der Bericht wurde vom deutschen „Katzen
extra“ übernommen. Ein Schweizer Katzenzüchter
erkundigte sich weiter und gelangte an den
Norwegischen Waldkatzen-Ring. Der Präsident des
Waldkatzenrings machte die Familie aus der
Schweiz mit den damals bedeutenden Zuchten
Norwegens bekannt. Aus den auch heute noch
bekannten Zuchtstätten Pan‘s und Torvmyra‘s
wurden ein Kater und eine Kätzing ausgesucht,
die später in die Schweiz eingeflogen wurden.
Die Rückreise von Norwegen wurde so geplant,
dass in Dänemark und Deutschland auch noch junge
Waldkatzen ausgesucht werden konnten. Auch in
diesen Ländern waren damals die Norwegischen
Waldkatzen noch recht dünn gesät.
So kamen 1983 mit Pan‘s Tinto (blacktabby-weiss)
und Torvmyra‘s Orchidee (black-tabby) aus
Norwegen, Guldfakse‘s Arild (schwarz) aus
Dänemark und Draga av Trollsfjord (redtabby-weiss)
aus Deutschland die ersten Norweger in die
Schweiz. Im Oktober wurden sie in Tägerwilen/TG
zum ersten mal ausgestellt. Diese Katzen
stiessen auf grosses Interesse und es gingen
bereits Reservationen für Jungtiere ein.
Ein paar Monate später kam eine weitere
Katzendame, Cleo vom Ahrtal (schwarzschildpatt
gestromt) aus Deutschland in die Schweiz. Der
Grundstein für eine Zucht war gelegt.
Im Sommer 1984 erblickten im Zwinger „vom
Bachtelblick“ die ersten Waldkatzenbabys das
Licht der Welt. Zwei weitere Züchter kamen hinzu
und züchteten mit Nira und Nera vom Bachtelblick
weiter. Mehr Tiere wurden aus Norwegen,
Dänemark, Deutschland, Belgien und Frankreich
importiert. Die Anzahl und Farbvariatäten nahmen
sehr schnell zu, und die Norwegische Waldkatze
wurde immer beliebter. An der Katzenausstellung
in Bern, im Februar 1984, wurden erst fünf
Norweger ausgestellt. Ein Jahr später in
Neuhausen waren es bereits 13 Katzen.
Blickt man heute auf diese Zahlen zurück, so
muten sie natürlich eher spärlich an. 100
Norweger und mehr sind an normalen
internationalen Ausstellungen keine Seltenheit
mehr.
Mittlerweile haben wir in der Schweiz ein
bemerkenswertes Potential an eigenem guten
„Zuchtmaterial“, das hinter keinem Land
zurückstehen muss. Es gilt nun, damit sorgfältig
und vor allen Dingen weitsichtig umzugehen, was
für nicht wenige Züchter das schwierigste alle
Unterfangen sein mag. |